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Netzwerkverkabelung und WLAN-Installation in Luxemburg

Eine Datendose, die den Durchsatz nicht bringt, WLAN, das im vollen Gastraum einbricht, ein Netzwerkschrank ohne Beschriftung: Wir planen, verlegen, messen und dokumentieren Ihr Netz — vom Studio bis zur Büroetage.

Das Netzwerk ist längst kein Zubehör mehr, sondern ein eigenes Gewerk im Ausbau — genau wie die Elektroinstallation. IP-Telefonie, Homeoffice, Kassensysteme, Access Points, PoE-Überwachungskameras, Videosprechanlagen und Heizungsfühler laufen heute über dieselbe Kupferverkabelung. Wenn Starkstrom und Schwachstrom in einer Hand liegen, entfällt das übliche Hin und Her zwischen den Gewerken: Die Leerrohre liegen vor dem Estrich, und die Mindestabstände zu den 230-V-Leitungen stimmen ab der ersten Bohrung.

Wir arbeiten in Luxemburg-Stadt, auf Kirchberg, in Howald, Esch an der Alzette, Strassen, Bertrange, Differdingen und Düdelingen sowie im französischen und belgischen Grenzgebiet. Jede Baustelle endet gleich: Jede Strecke wird gemessen, jede Dose beschriftet, und Sie erhalten ein EDV-Messprotokoll samt Verkabelungsplan. Ein Netz, das niemand mehr lesen kann, wird beim ersten Büroumzug neu gebaut — und das zahlt am Ende der Bauherr.

Was wir verkabeln

Wir verlegen strukturierte Kupferverkabelung RJ45 in Cat 6a oder Cat 7, Glasfaser im Gebäude für Steigleitungen und Verbindungen zwischen Gebäuden, Koaxialkabel für die in vielen Häusern noch vorhandene Kabelverteilung sowie sämtliche PoE-Strecken, über die Access Points, Kameras und Türstationen direkt mit dem Datenkabel versorgt werden. Datendosen und Abdeckrahmen passen wir Ihrem vorhandenen Schalterprogramm an — Legrand, Schneider Electric oder Hager —, damit das Netz im Raum nicht auffällt.

Im Neubau verkabeln wir im Rohbau vor: Leerrohre, Gerätedosen und Reserven zum künftigen Technikraum. In der Sanierung arbeiten wir mit dem Bestand — schmale Kabelkanäle, abgehängte Decken, vorhandene Leerrohre, punktuelle Kernbohrungen — und halten die Malerarbeiten danach so gering wie möglich.

  • Datendosen RJ45 Cat 6a und Cat 7, einfach oder doppelt, unterputz oder aufputz, im passenden Schalterprogramm.
  • Glasfaser im Gebäude, Singlemode oder Multimode, zwischen Etagen, Nebengebäuden und Technikräumen.
  • PoE- und PoE+-Strecken für Access Points, IP-Kameras, Türstationen und Displays.
  • Komplette Vorverkabelung im Neubau: Leerrohre, Dosen, Reserven zum Netzwerkschrank, abgestimmt mit Maurer und Heizungsbauer.
  • Nachrüstung im Bestand: Kabelkanäle, Sockelleisten, abgehängte Decken, Dachböden und Kriechkeller.
  • Sanierung bestehender Anlagen: Netzwerkschrank neu aufbauen, müde Cat-5e-Dosen ersetzen, improvisierte Verlängerungen entfernen.

Netzwerkschrank und Technikraum

Alle Strecken laufen an einem Punkt zusammen: im Netzwerkschrank. Für Haus und kleines Büro setzen wir Wandschränke von 6 bis 12 HE ein, für Büroetagen 19-Zoll-Standschränke. Darin: Patchpanel, Switch, bei Bedarf USV — und vor allem Ordnung. Jeder Port am Patchpanel trägt die Nummer der Dose, die er versorgt, jedes Patchkabel hat die passende Länge, die Bündel laufen sauber durch Kabelführungen.

Der Schrank hat eigene elektrische Anforderungen: ein eigener abgesicherter Stromkreis, genügend Steckdosen im Gehäuse und eine auf die Geräte ausgelegte Belüftung. Ein in einen geschlossenen Schrank gesperrter Switch ist die häufigste Ursache für unerklärliche Ausfälle im Hochsommer.

Professionelles WLAN

Ein WLAN, das unter Last trägt, entsteht nicht mit einem Gerät auf dem Regal. Am Anfang steht die Ausleuchtungsplanung: Fläche, Wände, Baustoffe, Zahl der gleichzeitigen Geräte, kritische Bereiche. Daraus ergeben sich Anzahl und Position der Access Points an der Decke sowie die Kanalverteilung. Versorgt werden sie per PoE aus dem Netzwerkschrank — ein Kabel je Access Point, kein Steckernetzteil unter der Decke.

Danach trennen wir die Nutzung über VLAN: Mitarbeiternetz, isoliertes Gästenetz, eigenes Netz für Kassen und Zahlungsterminals, Netz für die Gebäudetechnik. Im Restaurant oder im Ladengeschäft verhindert das, dass Gäste im Gastraum dieselbe Bandbreite belegen wie die Kasse. Mesh-Systeme aus dem Elektromarkt sind in einer kleinen Wohnung eine vernünftige Lösung; im Gewerbe, wo Ausfallzeit direkt Geld kostet, gehören Access Points hin.

Gegensprech- und Videosprechanlagen (IP)

Die IP-Türstation nutzt dieselbe Verkabelung wie das übrige Netz. Wir installieren Außenstationen mit Kamera, Innenmonitor und Türöffnung per Smartphone — für das Einfamilienhaus ebenso wie für kleinere Mehrfamilienhäuser mit mehreren Klingeltastern.

Ihren eigentlichen Vorteil spielt eine IP-Anlage aus, wenn sie mit dem Rest zusammenarbeitet: gleiches Kabel, gleiche PoE-Versorgung, Bilder gemeinsam mit den Kameras aufgezeichnet, Türöffner über die vorhandene Zutrittskontrolle mit Badge gesteuert. Die Leitung vom Tor oder von der Haustür zum Netzwerkschrank legen wir grundsätzlich mit — auch wenn die Station erst später montiert wird.

Haus, Büro, Geschäft, Restaurant

Haus: zwei bis vier Datendosen je Wohnraum, je ein Anschluss im Arbeitszimmer und im Wohnzimmer für Fernseher und Konsole, ein Access Point pro Geschoss, ein unauffälliger Wandschrank in Hauswirtschaftsraum oder Garage.

Büro: ein Dosenpaar je Arbeitsplatz, eine eigene Strecke je Multifunktionsdrucker, Access Points in den Besprechungsbereichen und ein Schrank, der auch Server oder NAS aufnehmen kann.

Geschäft: Kassen und Zahlungsterminals in einem eigenen, isolierten Netz, Kunden-WLAN im Gäste-VLAN, PoE-Strecken zu Kameras und zum Schaufenster-Display.

Restaurant: Bestellterminals im Gastraum und auf der Terrasse, Küchendrucker kabelgebunden statt per Funk, und eine Ausleuchtung, die für den vollen und nicht für den leeren Saal ausgelegt ist.

Messung, Zertifizierung, Dokumentation

Verkabelung beurteilt man nicht nach Augenschein. Jede Strecke wird mit dem Zertifizierer geprüft: Länge, Durchgang, Paarbelegung, Dämpfung, Nebensprechen. Strecken, die nicht bestehen, werden vor der Inbetriebnahme überarbeitet, nicht danach. Sie erhalten das EDV-Messprotokoll Strecke für Strecke, die Beschriftung an beiden Enden und den Verkabelungsplan, der jede Dose im Gebäudegrundriss verortet.

Grundlage unserer Arbeit ist die Normenreihe EN 50173 zu anwendungsneutralen Kommunikationskabelanlagen sowie die luxemburgische Landesnorm ILNAS 108:2025 zur vertikalen Verkabelung von Wohn- und gemischt genutzten Gebäuden, ratifiziert am 29. Oktober 2025. Sobald ein Projekt die Steigleitungen eines Wohn- oder Mischgebäudes betrifft, ist sie unsere Referenz.

Unsere Methode Schritt für Schritt

  1. Begehung und Aufmaß

    Anzahl der Dosen, Trassen, Standort des Netzwerkschranks, bauliche Randbedingungen.

  2. Schema und Angebot

    Verkabelungsplan, Materialliste, detailliertes Angebot in 24 Std.

  3. Verlegen und Montieren

    Kabel, Dosen, Schrank, Access Points — saubere Baustelle, abgestimmt mit den Stromkreisen.

  4. Messen und Übergeben

    Jede Strecke gemessen und beschriftet, Messprotokoll und Plan werden übergeben.

Marken, die wir installieren

  • Legrand
  • Schneider Electric
  • Hager
  • Hikvision

Häufige Fragen

Was kostet eine gesetzte Datendose?

Der Preis hängt von der Länge der Strecke ab, von der Schwierigkeit der Trasse (freies Leerrohr, abgehängte Decke, Schlitz), von der gewählten Kategorie (Cat 6a oder Cat 7) und vor allem von der Stückzahl: Die zehnte Dose kostet deutlich weniger als die erste, weil Schrank, Trasse und Anfahrt geteilt werden. Wir nehmen die Situation vor Ort auf und legen Ihnen innerhalb von 24 Std. ein beziffertes Angebot vor.

Cat 6a oder Cat 7?

Cat 6a trägt 10 Gbit/s über 100 Meter und deckt damit den Bedarf im Haus und in den allermeisten Büros ab. Cat 7 mit durchgehender Schirmung lohnt sich in gestörter Umgebung — Technikräume, Werkstätten, lange Parallelführung zu Energieleitungen. Entscheidend ist ohnehin das schwächste Glied: Eine billige Dose oder schlechte Patchkabel machen den Vorteil eines hochwertigen Kabels wieder zunichte.

Nach dem POST-Anschluss (PBO/ONT) — wer verkabelt im Haus?

Der Anbieter führt die Glasfaser bis zum optischen Anschlusspunkt und setzt das ONT; damit endet seine Leistung. Alles Weitere — die Verbindung vom ONT zum Netzwerkschrank, die Datendosen, das Patching, die Access Points — ist Sache des Elektrikers. Wir bereiten den Glasfaserzugang vor dem Termin des Technikers vor: Leerrohr, Platz für das ONT, Steckdose in der Nähe und Aufstieg zum Schrank.

Wie lange dauert die Verkabelung von Haus oder Büro?

Eine Vorverkabelung im Neubau dauert in der Regel zwei bis drei Tage, verteilt auf zwei Einsätze: Leerrohre im Rohbau, Einziehen und Montage nach dem Trockenbau. Im bewohnten Bestand rechnen Sie eher mit drei bis fünf Tagen für denselben Umfang, weil die Trasse mehr Zeit kostet als das Kabel. Auf einer Büroetage bestimmen die Zahl der Arbeitsplätze und die Abstimmung mit Trockenbau und Deckenbauer die Dauer; wir beziffern sie nach der Begehung in Tagen.

Mesh oder Access Points?

In einer Wohnung oder einem kleinen Haus leistet ein gut platziertes Mesh-Set gute Dienste und kostet weniger. Sobald es um einen Gastraum, eine Büroetage oder ein Ladengeschäft geht, sind professionelle Access Points mit PoE-Versorgung an der Decke die richtige Wahl: unterbrechungsfreies Roaming, Gäste-VLAN, kontrollierte Kanäle und Überwachung.

Was ist die Norm ILNAS 108?

ILNAS 108:2025 ist eine luxemburgische Landesnorm, ratifiziert am 29. Oktober 2025, die die vertikale Verkabelung von Wohn- und gemischt genutzten Gebäuden behandelt — also die Steigleitungen, die die Wohnungen versorgen. Sie ergänzt die europäische Reihe EN 50173 zur anwendungsneutralen Verkabelung. Wir wenden sie in Gebäudeprojekten an und sagen Ihnen nach einer Begehung, was sie für eine bestehende Steigleitung bedeutet.

Ein Netzwerk, das hält — vom ersten Kabel bis zur letzten Messung

Kostenlose Begehung und Angebot für Haus, Büro, Geschäft und Restaurant in Luxemburg.